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Olympia hautnah – Sportfördergruppe mittendrin in Cortina

(05.03.2026) Olympia ist immer etwas Besonderes. Für mich waren es die ersten olympischen Spiele und dann gleich das Viererbob-Finale in Cortina d’Ampezzo. Gemeinsam mit Philipp Wobeto, Anschieber und langjährigem Mitglied unserer Sportfördergruppe, durfte ich vor Ort erleben, wie sich olympische Atmosphäre anfühlt: intensiv, emotional und in jeder Phase hochkonzentriert.Unser Ziel war klar. Wir wollten Oliver Peschk und Leonie Kluwig persönlich bei diesem sportlichen Höhepunkt begleiten, ihnen als Sportfördergruppe den Rücken stärken und ihre Leistungen auch vor Ort würdigen. 

                                                                                          

Beeindruckende Stimmung im Publikumsbereich

Die Bobbahn in Cortina präsentierte sich sportlich auf höchstem Niveau, infrastrukturell jedoch noch deutlich von laufenden Baumaßnahmen geprägt. Dadurch waren weniger Zuschauende vor Ort als ursprünglich erwartet. Dennoch war die Stimmung beeindruckend. Hunderte Fans aus Deutschland hatten die Reise auf sich genommen und lebten entlang der Strecke genau das, wofür Olympia steht: gegenseitigen Respekt, internationale Begegnung und Begeisterung für den Sport.

Sportlich setzte das deutsche Team ein starkes Zeichen. Im Viererbob gewann das Team um Pilot Johannes Lochner mit Anschieber Georg Fleischhauer die Goldmedaille, Silber ging ebenfalls an Deutschland. Georg Fleischhauer, der sportlich Brandenburg vertritt, unterstreicht damit einmal mehr die Qualität unseres Standortes, auch wenn er selbst kein Angehöriger der Polizei ist.

 

Unsere Sportfördergruppe sammelte wertvolle Erfahrungen 

Für uns standen jedoch Oliver und Leonie im Mittelpunkt.

Oliver gehört zum Team um Johannes Lochner und war Teil der Mannschaft, die sich auf höchstem internationalen Niveau präsentierte. Leonie ist Mitglied im Team Nolte, das im Zweierbob ebenfalls die Goldmedaille gewann, und unterstützte ihr Team während der gesamten Spiele vor Ort. Beide nutzten die Zeit intensiv, begleiteten Abläufe aus nächster Nähe und sammelten wertvolle Erfahrungen im olympischen Umfeld.

In Gesprächen wurde deutlich, wie besonders diese Erfahrung für beide ist. Olympische Spiele sind kein Selbstläufer. Sie sind das Ergebnis jahrelanger Disziplin, harter Trainingsarbeit und konsequenter Zielverfolgung. Als Leiter der Sportfördergruppe erfüllt es mich mit Stolz, zu sehen, wie sich diese Entwicklung Schritt für Schritt vollzieht und in einer Teilnahme auf olympischer Ebene sichtbar wird.

Philipp erlebte die Wettbewerbe mit besonderer Emotionalität. Als Anschieber, der in diesem Jahr seine Karriere beendet, kennt er die Anforderungen und die Dynamik eines solchen Wettkampfs aus eigener Erfahrung. Vor Ort erläuterte er mir zahlreiche Details zu Abläufen, Startphasen und taktischen Entscheidungen, analysierte einzelne Läufe und ordnete Situationen fachlich ein. Gleichzeitig trafen wir viele Weggefährten von ihm, die ihn über Jahre hinweg sportlich begleitet haben. Die Verbundenheit innerhalb des Bobsports war deutlich spürbar.

Als die Entscheidung im Viererbob gefallen war und Deutschland ganz oben auf dem Podium stand, wurde die Dimension dieses Moments greifbar. Medaillen bei Olympischen Spielen live zu erleben, erzeugt eine Intensität, die weit über das Ergebnis hinausgeht. Emotionen, Erleichterung und Stolz lagen dicht beieinander.

                   

  

 

Nach Olympia kehrt der Alltag zurück

Nach intensiven Wettkampftagen kehren Oliver und Leonie nun wieder in ihre jeweiligen Aufgabenbereiche zurück. Für Oliver geht es im Studium weiter, Leonie setzt ihren Dienst im Wach- und Wechseldienst fort. Der olympische Höhepunkt bleibt ein besonderer Meilenstein, der sportliche und berufliche Weg wird jedoch konsequent fortgeführt. Genau diese Verbindung von Spitzensport und Polizeiberuf ist es, die unsere Sportfördergruppe auszeichnet.

Olympia ist Ausnahmezustand, Motivation und Standortbestimmung zugleich. In Cortina wurde deutlich, welche Bedeutung dieser Moment für Athletinnen und Athleten hat und welche Dimension der Leistungssport auf dieser Bühne erreicht.

Für mich war Cortina mehr als ein sportlicher Termin. Es war ein Blick hinter die Kulissen, ein persönliches Kennenlernen der olympischen Dimension und zugleich eine Bestätigung dafür, dass unser Konzept der Sportfördergruppe funktioniert. Leistungssport und polizeiliche Laufbahn lassen sich vereinbaren, wenn Rahmenbedingungen stimmen und Entwicklung konsequent begleitet wird.

Brandenburg ist im internationalen Bobsport sichtbar vertreten. Mit Oliver und Leonie sind Angehörige unserer Sportfördergruppe Teil dieses Systems. Darauf können wir stolz sein – und es bestärkt uns darin, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.

 

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