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Feierliche Ernennungen Frühjahr 2025

Grund zu Feiern: Ernennungsveranstaltung Frühjahrseinstellung 2025

(01.04.2025) Geschafft! Das haben wohl 134 Noch-Anwärterinnen und -Anwärter am gestrigen Morgen gedacht. Sie beendeten mit diesem Tag ihre Ausbildung für den mittleren bzw. ihr Studium für den gehobenen Polizeivollzugsdienst. Geschafft! Dachten sie sicherlich, als sie sich endlich die neuen Schulterstücke als Obermeisterinnen und -meister bzw. als Kommissarinnen und Kommissare anlegen konnten. Geschafft? Fragten sie sich wahrscheinlich, als sie den Campus ein vorerst letztes Mal verließen, um sich dem nächsten Abenteuer zu stellen: dem aktiven Polizeidienst.

In den Polizeidirektionen Nord, Süd, Ost und West, dem ELZ, im LKA sowie in der DBD werden sie sehnlichst erwartet. Dort unterstützen sie ab sofort bei der Kriminal- oder Schutzpolizei die erfahreneren Kolleginnen und Kollegen in Brandenburg.

Geschafft haben aber auch 26 erfahrene Polizistinnen und Polizisten ihren Aufstiegslehrgang vom mittleren in den gehobenen Polizeivollzugsdienst.

Die Hochschule gratuliert den Absolvierenden herzlichst zu ihren Leistungen und wünscht allen einen erfolgreichen und sicheren Start in den neuen Lebensabschnitt.

Wertekompass im Gepäck



Die feierliche Zeremonie eröffnete die Vizepräsidentin der HPol Prof. Dr. Imme Krüger. Sie begrüßte alle anwesenden Gäste und Angehörigen sowie die Absolvierenden. Mit Blick auf die vergangenen Jahre betonte sie, dass alle Absolventinnen und Absolventen sich viel Wissen angeeignet hätten, aber auch menschlich gereift seien.

"Diese Kombination aus Wissen und Haltung, aus Professionalität und Menschlichkeit, das ist Ihr innerer Kompass! Den haben Sie alle und er beruht auf Artikel 1 des GG", betonte die Vizepräsidentin.

Im Anschluss sprach Innenministerin Katrin Lange den Absolvierenden ihre Anerkennung aus und blickte in ihrer Festrede auf die Zeit in der Erstverwendung, die vor den Polizistinnen und Polizisten liegt: "Teamsportler statt Einzelkämpfer - unsere Polizei setzt sich grundsätzlich gemeinsam für die Sicherheit im Land ein. Bürgernähe und Handlungsstärke zählen dabei zu den Kernkompetenzen der Brandenburger Polizei. Die Menschen in unserem Land verlassen sich darauf, dass der Staat für ihre Sicherheit sorgt und sie vor Verbrechen schützt. Dafür arbeiten die Polizeikräfte im Schichtdienst, leisten Überstunden, halten ihren Kopf hin, um andere zu schützen, und stehen zudem als Vertreter des Staates unter der besonderen Beobachtung der Öffentlichkeit. Auf das und mehr sind die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen gut vorbereitet worden. Mit gutem Gewissen entlassen wir sie nun in den fordernden Berufsalltag, sozusagen bestens gerüstet für den Alltag auf der Straße."
 

 
Der Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Heike Wagner überreichte allen Absolventinnen und Absolventen anschließend die Zeugnisse, woraufhin die offizielle Ernennung zu neuen Polizeibediensteten durch Polizeipräsident Oliver Stepien erfolgte. 

      
 
Ein besonderes Highlight waren - wie jedes Halbjahr - die Grußworte der Jahrgangsvertreterinnen. Mit ihren Worten zeichneten die frisch Ernannten die gemeinsame Reise und individuelle Entwicklung nach, woraufhin sie als krönenden Abschluss den Countdown einläuteten, um die frisch ausgewechselten Schulterstücke hochfliegen zu lassen.

      

Erstmals nach Corona wieder über 200 neue Polizistinnen und Polizisten im Frühjahr

"Endlich!" Das dachten nur einen Tag nach der Verabschiedung unserer frisch ernannten Polizistinnen und Polizisten die 205 neuen Anwärterinnen und Anwärter. "Endlich" beginnt für sie das Abenteuer Polizeiausbildung und -studium. "Endlich" wurden sie feierlich ernannt und konnten den Campus als Teil der Blaulichtfamilie betreten. Auch die Hochschule freut sich, dass alle 205 der neuen Polizeinachwuchskräfte "endlich" bei uns sind. Herzlich willkommen!

Im Einstellungsjahrgang Frühjahr 2025 wurden 68 Auszubildende des m.D. sowie 137 Studierende des g.D. ernannt. Ergänzt wird die Anwärterschaft um eine ausgebildete Polizistin der Bundestagspolizei, die im Rahmen einer Kooperation mit der Hochschule das dreijährige Bachelor-Studium durchlaufen wird.



Positive Einstellungsbilanz
Entgegen dem Nach-Corona-Trend stiegen damit die Einstellungszahlen wie die Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Heike Wagner zufrieden feststellte: "In diesem Jahr begrüßen wir über 200 Anwärterinnen und Anwärter zur Frühjahrseinstellung. Dadurch bin ich positiv gestimmt, dass wir unser Einstellungsziel von 440 in diesem Jahr erreichen werden." Die Prognose fällt sie auch vor dem Hintergrund, da sich im Herbst traditionell mehr Schulabsolvierende für eine Ausbildung oder ein Studium bei der Polizei Brandenburg entscheiden.

Die stetige Steigerung der Einstellungen nach der Corona-Delle konnte auch deshalb erreicht werden, da wir als Hochschule ganz gezielt die Nachwuchswerbung forcieren und alle Bereiche - zuvorderst der Werbe- und Auswahldienst - mit viel Engagement, neuen, kreativen Ideen und Kompetenz eine passgenaue Nachwuchswerbung kreieren.

Neben der Frühjahrseinstellung 2025 begannen auch 26 erfahrene Kolleginnen und Kollegen ihren Aufstiegslehrgang in den gehobenen Polizeivollzugsdienst. Zudem beginnt für acht erfahrene Kriminalbeamtinnen und -beamte der zweijährige Masterstudiengang Kriminalistik. Sie wurden ebenso begrüßt wie Studiengangsleiterin Prof. Dr. Dorothee Dienstbühl - die zwar schon länger an der Hochschule lehrt, als frisch ernannte Studiengangsleiterin aber nun ihren ersten Kurs betreuen wird.

Glückwünsche von der Hausleitung und aus der Politik

In ihrer Begrüßung nahm die Präsidentin der Hochschule Prof. Dr. Heike Wagner Bezug auf den Zeitenwandel, der in allen Lebensbereichen spürbar sei. So auch in der Polizei Brandenburg, die in ihrer mehr als 30-jährigen Geschichte von stetem Wandel begleitet wurde. Auch derzeit sei ein Umbruch spürbar; nie sei es schwieriger gewesen, die Zukunft einzuschätzen: "Deshalb ist der Wandel im Denken und die Entwicklung einer modifizierten, gemeinsamen Wertebasis unabdingbar. Im Zentrum dieser Werte steht immer der Mensch - auch und gerade während des Wandels," so die Präsidentin. Mit der Zeit zu gehen, bedeute für die Polizei "Antworten auf allgemein virulente Fragen, die sich auf die Zukunft auswirken, wie Klimaschutz, Digitalisierung oder Generationenwechsel, geben zu können. Auch hier heißt es, Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Das tun wir an der Hochschule, wo Talente auf Chancen treffen," sagte Prof. Dr. Wagner.


In seiner anschließenden Festrede ging Staatssekretär des Brandenburger Ministeriums des Innern und für Kommunales Frank Stolper auf die Herausforderungen des Polizeidienstes ein: "Vor den Anwärterinnen und Anwärtern liegt eine intensive und abwechslungsreiche Ausbildung. Theoretisches Wissen und praktische Fähigkeiten stehen in den kommenden Jahren auf dem Stundenplan. Von A wie Aufnahme einer Strafanzeige bis Z wie Zerlegen der Dienstwaffe wird das komplette Alphabet der Polizei durchlaufen. Die Hochschule der Polizei in Oranienburg ist dabei Garant für eine Ausbildung auf höchstem Niveau. Zu Ihrer Entscheidung für eine Karriere im Dienst der öffentlichen Sicherheit in unserem Land beglückwünsche ich Sie ausdrücklich!"

   


Abschließend wurden den Anwärterinnen und Anwärter durch die Hochschulpräsidentin feierlich die Ernennungsurkunden übergeben. Ab hier beginnt für sie die Reise auf unserem Campus und in der Polizei Brandenburg. Wir freuen uns auf dem gemeinsam Weg mit Euch. 

 


 

Text: HPol Patrick Schüring / HPol Juliane Strelow 

Fotos: HPol Tanja Lange / HPol Juliane Strelow / HPol Max Preißler

 

 

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