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Erasmus+ Aufenthalt aus Schweden an der HPol

(02.01.2026) Ende Juni erreichte die HPol die Information, dass zwei Angehörige der schwedischen Polizei Interesse geäußert haben, die HPol im Rahmen eines Erasmus+ Aufenthalts im Herbst zu besuchen, um sich ein Bild von der Polizeiausbildung in Brandenburg im Vergleich zu Schweden zu machen. Nach umfangreicher Vorplanung des Bereichs Lehre und Forschung und Abstimmung mit der Drittmittelstelle war es dann im Oktober 2025 soweit.

Die Dozentin und der Dozent der Schwedischen Hochschule in Borås, Frau Carina Johansson und Per Sahlgren, führten eine fünftägige „Job Shadowing“ Mobilität im Rahmen der Erasmus+ Programmlinie Hochschulbildung durch, die von ihrer Heimathochschule über eine Förderung der EU finanziert wurde. Auf Deutsch ist die treffendste Übersetzung für diese Art der Mobilität „Hospitation“, auf Schwedisch nennt man es „Jobbskuggning“.

Beide Kollegen wurden am 20. Oktober 2025 von der stellvertretenden Erasmus+ Koordinatorin, Frau Parzyjegla, dem Leiter des Bereiches Hochschulkommunikation, Herrn Schüring, sowie dem Leiter des Präsidialbüros, Herrn Krah, begrüßt.

   

Im Anschluss stellte der Dekan der HPol, Herr Rogus, den Bereich Lehre und Forschung und das Studium bei der Polizei in Brandenburg vor und zeigte beiden den Campus der HPol.

Frau Johansson und Herr Sahlgren erläuterten ihrerseits die Unterschiede zur Polizeiausbildung in Schweden. So finden die beiden Jahre des dortigen Bachelorstudiums an einer öffentlichen Universität mit Polizeibereich statt. Die Hochschule in Borås ist eine von fünf Hochschulen in Schweden, an denen dieses Studium möglich ist. Im Anschluss daran folgt eine sechsmonatige Polizeiausbildung in einer Polizeidienststelle. Nur wer beide Abschnitte dieser Berufsausbildung besteht, wird in Schweden in den Polizeidienst aufgenommen.

Die beiden schwedischen Dozenten erwartete an der HPol ein umfangreiches Programm. Sie besuchten verschiedene Trainings u. a. zum Einsatzanlass „Ruhestörender Lärm“, Selbstverteidigung, Nichtschießen/Schießen, aber z. B. auch eine praktische Übung im Fachgebiet Kriminalistik.

 

Da sich bekanntlich auf dem Campus Oranienburg auch die 2. EHu der DBD befindet, war auch diese ein Bestandteil der Hospitation.

Einer der Höhepunkte war der Besuch im ATZ Liebenberg am 23. Oktober 2025. Dort konnten die schwedischen Kollegen einem Training zur Bewältigung lebensbedrohlicher Einsatzlagen (lebEL) beiwohnen und dabei taktische Vorgehensweisen mit denen der schwedischen Polizei vergleichen. Die Inhalte umfassten u. a. Training mit dem Farbmarkierungssystem (MaSy) sowie Elemente der Taktischen Einsatzmedizin (TEM).

 

Carina Johansson und Per Sahlgren reisten mit vielen positiven Eindrücken der Brandenburger Polizeiausbildung zurück nach Schweden und präsentierten die Ergebnisse des „Job Shadowing“ ihren Kollegen der Hochschule in Borås am 12. Dezember 2025.

 

Die Drittmittelstelle des Präsidialbüros dankt allen Beteiligten der HPol und der 2. EHu, die diesen Erasmus+ Aufenthalt möglich gemacht und sich im Rahmen des Programms in den fachlichen Austausch mit beiden schwedischen Kollegen eingebracht haben.

 

Die finanzielle Unterstützung erfolgt durch die Europäische Union.

Netzwerk Studienqualität Brandenburg

 

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