Institut für Cyberkriminologie auf der Gamescom 2026
CyberkriminologieGemeinsam mit dem brandenburgischen Minister des Innern und für Kommunales, Dr. Jan Redmann, und dem Staatssekretär Dr. Jörg Treffke besuchte Prof. Dr. Thomas-Gabriel Rüdiger, der Leiter des Instituts für Cyberkriminologie, die Gamescom 2026 in Köln. Im Mittelpunkt des Besuchs standen der Kinder- und Jugendmedienschutz, aktuelle digitale Risiken und die Frage, wie präventive Ansätze in Onlinegames weiterentwickelt werden können. Dabei wurde auch darüber diskutiert, wie die Polizei künftig in digitalen Räumen stärker sichtbar und ansprechbar sein kann.
Für das Institut knüpft der Besuch an eine langjährige wissenschaftliche Beschäftigung mit Risiken, Prävention und sozialen Interaktionen in virtuellen Spielwelten an. Onlinegames sind heute nämlich längst mehr als reine Unterhaltungsangebote. Durch Chats, Sprachkommunikation, Freundeslisten, Communities und Formen sozialer Beziehungen weisen viele Games zentrale Merkmale sozialer Medien auf. Damit können sich dort auch Risiken zeigen, die aus anderen digitalen Kommunikationsräumen bekannt sind, beispielsweise Cybergrooming, Beleidigungs- oder Betrugsdelikte.
Aus cyberkriminologischer Perspektive stellt sich deshalb auch die Frage, ob Sicherheitsbehörden Onlinegames und virtuelle Räume nicht stärker als digitale Sozial-, Präventions- und Einsatzräume begreifen müssen. Dabei geht es auch um die Entwicklung neuer Formen digitaler Polizeiarbeit. Wie kann die Polizei auch online niedrigschwellig für Minderjährige erreichbar sein? Wie können Präventionsangebote dorthin gelangen, wo insbesondere Kinder und Jugendliche tatsächlich unterwegs sind? Dass solche Ansätze praktisch umsetzbar sind, zeigen unter anderem bereits aktive Beispiele von Polizeibehörden aus Skandinavien.