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Everything depends on people – Mit Erasmus+ in Kroatien
Mein Erasmus+ Aufenthalt an der University of Applied Sciences in Criminal Investigation and Public Security in Zagreb stand von Beginn an unter einem Gedanken, der sich wie ein roter Faden durch alle Begegnungen zog: Everything depends on people. In allen Gesprächen über Kriminalitätsbekämpfung, Prävention und Lehre kamen die betreuende Professorin und ich immer wieder zu diesem Schluss. Veränderung entsteht dort, wo Menschen intrinsisch motiviert handeln – Studierende, Lehrende, Praktikerinnen und Praktiker. Dass dieser Austausch möglich wurde, verdanke ich sowohl meinem langen Atem – drei Jahre holprige Vorbereitungszeit – als auch der fachlichen und menschlichen Unterstützung der wunderbaren Erasmus+ Koordinatorin der Hochschule der Polizei des Landes Brandenburg, Tanja Meyer.
Intensive Gesprächsrunden und regionale Prägung
Über Kontakte von Kontakten – tatsächlich über fünf Ecken – fand ich zur Professorin und Polizistin Ruza Karlovic, die mich vollumfänglich betreute. Wir verstanden uns bereits am Flughafen auf Anhieb. Zagreb, bunt, herzlich und voller Geschichte, bot den perfekten Rahmen für intensive Gespräche über Unterrichtsgestaltung, Präventionsprojekte, digitale Risiken, Teilzeitstudium, Ethikstandards und vieles mehr. Die Zeit saß dabei stets mit uns am Tisch: beim rituellen Kaffee, beim genussvollen Essen, in spontanen und zugewandten Diskussionen, wie sie für diese Region so typisch sind.



Besonders eindrucksvoll war der Austausch mit Studierenden, die offen über ihr Studium, ihre Erwartungen und die Herausforderungen digitaler Themen diskutierten. Ihre Bereitschaft, Fragen zu stellen und Perspektiven zu hinterfragen, hat mich nachhaltig beeindruckt. Mit den Dozierenden, den Verbindungsbeamten der Deutschen Botschaft und den Mitarbeitenden des Innenministeriums sprach ich über praktische Erfahrungen, internationale Zusammenarbeit, Networking und die Anforderungen an moderne Polizeiarbeit. Besonders bemerkenswert ist der hohe Anspruch des kroatischen Wissenschaftsministeriums an die Qualifizierung von Lehrenden: Erst nach Lizenzerteilung dürfen sie unterrichten.



Eindrucksvoller Campusalltag
Auch die Polizeischule, auf deren Gelände sich die Universität befindet, hinterließ Eindruck. Am ersten Tag begegneten mir Polizeibedienstete in Ausbildung, die mit Strohbesen bewaffnet das Gelände kehrten. Jeden Morgen fand ein Appell statt, bei dem alle Auszubildenden in geordneten Reihen standen und zur Nationalhymne antraten. Diese Mischung aus Disziplin, Gemeinschaft und Verantwortungsbewusstsein prägte den gesamten Campusalltag.
Zagreb selbst lädt zum Verweilen ein – und wenn die Tram einmal spontan die Richtung ändert, dann geht man eben zu Fuß weiter. Dieser Aufenthalt hat mich fachlich bereichert, menschlich getragen und in meiner Arbeit bestärkt.
Ich komme gern wieder – dann vielleicht zum Unterrichten.





